Der Fachkräftemangel in Betreuung und Pflege beschäftigt uns alle – in den Seniorenwohnhäusern und den mobilen Diensten, aber auch in der Betreuung von Menschen mit Behinderung oder mit demenziellen oder psychiatrischen Erkrankungen.
„Die Gesellschaft braucht Menschen, die Verantwortung übernehmen, Beziehungen gestalten und Lebensqualität sichern,“ betont Kurt Sonneck, Direktor der Caritas Salzburg.
„Die Caritas investiert aktiv in die Fachkräfte von morgen: aus der Schule für Sozialbetreuungsberufe finden jedes Jahr etwa 100 Absolventinnen und Absolventen nahtlos ihren Weg in Zukunftsberufe und werden unmittelbar wirksam. Das sind genau jene Fachkräfte, die Salzburg dringend braucht.“
Landesrätin Daniela Gutschi und Caritas-Direktor Kurt Sonneck besuchten am 18. März 2026 die Schule für Sozialbetreuungsberufe (SOB) und die Altenpension - eine Einrichtung der Caritas für Menschen über 45 Jahre mit psychischen und psychiatrischen Erkrankungen, in der viele Absolvent*innen der SOB Menschen pflegen und betreuen.
Alleine in der Caritas Salzburg sind fast 200 Fachkräfte tätig, die ihre Ausbildung in der Caritas Schule oder in vergleichbaren Schulen gemacht haben. In den verschiedenen Einrichtungen wie zum Beispiel in der Altenpension, im Albertus-Magnus-Haus, im Dorf St. Anton und am Mathiashof sowie in verschiedenen Tageszentren sind sie unverzichtbar.
Landesrätin Daniela Gutschi ist überzeugt: „Die Schule für Sozialbetreuungsberufe der Caritas leistet einen unverzichtbaren Beitrag, um dem akuten Mangel an Fachkräften nachhaltig entgegenzuwirken. Vor allem die Ausbildungsbereiche für die Langzeitpflege und Betreuung nehmen hier eine wichtige Rolle ein. Es wird damit auch ein stärkeres Bewusstsein dafür geschaffen, dass die Pflege und Betreuung von Menschen sich nicht nur auf den Bereich der Seniorenwohnhäuser und Krankenanstalten beschränkt, sondern genauso auch Menschen mit Behinderungen davon umfasst sind.“
Ausbildung für die Zukunft
Die Schule für Sozialbetreuungsberufe (SOB) vermittelt nicht nur fundiertes Fachwissen, sondern stärkt die sozialen, ethischen und kommunikativen Kompetenzen, die im Umgang mit Menschen unerlässlich sind. Studierende wählen diesen Weg bewusst – aus Überzeugung, Sinnorientierung und dem Wunsch, einen realen Unterschied zu machen.
Verbindung von Praxis, Wissen und Erfahrung
Die Caritas Salzburg übernimmt hier eine klare gesellschaftliche Verantwortung. Als eine der größten sozialen Organisationen des Landes verfügt sie über jahrzehntelange Erfahrung in Pflege, Betreuung und Sozialarbeit – Expertise, die unmittelbar in die Ausbildung einfließt.
„Wir bieten nicht nur einen starken theoretischen Rahmen, sondern auch vielfältige reale Lernfelder in Einrichtungen der Caritas und bei Partnerorganisationen“, erklärt Schulleiterin Johanna Harb. „Diese enge Verzahnung mit der Praxis garantiert eine Ausbildung, die passgenau auf die Anforderungen des Sozialbereichs abgestimmt ist. Gleichzeitig trägt sie wesentlich zur Sicherung der Versorgungsqualität im gesamten Sozial- und Pflegebereich bei.“ Landesrätin Daniela Gutschi ergänzt: „Insbesondere die Möglichkeit, dass die Absolventinnen und Absolventen bereits mit 18 Jahren direkt in die Arbeitswelt starten können, ist einzigartig. Durch die praxisnahe Ausbildung sind diese jungen Erwachsenen bestens für den weiteren Berufsweg vorbereitet und stellen Schlüsselpersonen für unsere Gesellschaft dar, was größte Anerkennung verdient.“
Menschen im Mittelpunkt
Wer Sozialbetreuung lernt, entscheidet sich für einen Beruf, der Würde, Teilhabe und Lebensqualität stärkt. Das bedeutet weit mehr als Alltagsunterstützung: Professionelle Begleitung, empathische Beziehungsgestaltung und verantwortungsvolle Unterstützung von Menschen in herausfordernden Lebenslagen sind zentral. „Unsere Absolventinnen und Absolventen sind Botschafter*innen für Menschlichkeit und Professionalität. Sie bringen Fachkompetenz, eine entsprechende Haltung und neue Perspektiven in den Sozialbereich – und sind eine zentrale Stütze für die Zukunft Salzburgs“, betont Johanna Harb.
Eine Ausbildung, die wirkt – heute und morgen
Jede Absolventin und jeder Absolvent leistet einen Beitrag dazu, dass Menschen in schwierigen Lebenssituationen bestmögliche Unterstützung erhalten. Gleichzeitig ist die Ausbildung eine direkte Antwort auf den Fachkräftemangel: Sie stellt sicher, dass qualifizierte, engagierte Fachkräfte dort arbeiten können, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Oder wie Kurt Sonneck es formuliert: „Unsere SOB ist eine Investition in die Zukunft – für die Studierenden, für den Sozialbereich und für die gesamte Gesellschaft.“