Ein Mann und eine Frau bei der Teelichterproduktion

Thomas Fötsch, Bewohner des Caritas-Dorfes St. Anton mit Betreuerin Stefanie Seidl. © Land Sbg/Neumayr/Leo

So hell kann eine Spende leuchten: Bienenwachskerzen für Menschen in Not

Alle helfen zusammen für Menschen in Not

Im Caritas Dorf St. Anton in Bruck an der Glocknerstraße verarbeiten Menschen mit Behinderung Bienenwachs zu Teelichtern. Das Wachs dafür kommt einerseits aus dem Projekt „RefuBees“ der Caritas gemeinsam mit Leonhard Ségur-Cabanac von BIO-TECH und Imker Fadi Koussa. Dazu haben die Imker*innen des Imkervereins Salzburg Aigen Wachs gespendet – so sind gesamt ca. 50 Kilogramm zusammengekommen. Der Imkerhof Koppl verarbeitete das Bienenwachs zu Kerzenwachs, Gredler Kerzen stellte die Gläser und Dochte sehr günstig zur Verfügung.

„Das Gießen der Opferkerzen war für uns und unsere Klient*innen im Tageszentrum eine besonders schöne und sinnstiftende Aufgabe“, sagt Conny Gstrein, Leiterin des Tageszentrums im Caritas Dorf St. Anton. Wir haben diese Arbeit sehr gerne übernommen – vor allem, weil die Kerzen einem guten Zweck dienen und im Salzburger Dom dafür gespendet werden kann. Beim Erwärmen des Wachses erfüllte jedes Mal ein angenehmer Duft den Raum und schuf eine ruhige, positive Atmosphäre.“

Das Team rund um den Sakristei-Direktor Dietmar Kroisser kümmert sich darum, die Kerzen am Altar nachzufüllen, wegzuräumen, gesammelte Spenden sicher zu verwahren und im Zuge der Domführungen auf das Projekt aufmerksam zu machen.
 
„Herzlichen Dank an alle Beteiligten – eine wunderbare Zusammenarbeit für Menschen in Not im Nahen Osten“, bedankt sich Kurt Sonneck, Direktor der Caritas Salzburg.
 
Mit den Spenden hilft die Caritas Menschen in Not im Nahen Osten. Vor allem die Möglichkeit des Schulbesuchs liegt der Hilfsorganisation besonders am Herzen. Denn ein Schulbesuch ist für Kinder in Not alles andere als selbstverständlich. „Lernen zu dürfen, den oft tristen Wohnverhältnissen für kurze Zeit zu entfliehen, sich sicher und beschützt zu fühlen und oft die einzige warme Mahlzeit am Tag – das alles ist für die Kinder ein großes Glück. Am wichtigsten jedoch: Bildung schützt vor Kinderarbeit und Gewalt, Bildung ist die Basis für eine bessere Zukunft, für den Weg aus der Armut“, sagt Kurt Sonneck.

Leonhard Ségur-Cabanac(BIO TECH) mit Imker Fadi Koussa (nach Salzburg geflüchtete Syrer) bei der Arbeit an den Bienenstöcken.

Leonhard Ségur-Cabanac von BIO-TECH hat das Projekt „RefuBees“ initiiert: „Honig ist nicht das Einzige, was Bienen erzeugen – auch ihr Wachs ist ein wertvoller, hochwertiger Rohstoff, den wir nutzen möchten, um in Syrien Gutes zu bewirken. So entsteht aus der Arbeit der Bienen ein Licht der Hoffnung.“ 

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