Mütter und Kinder

Caritas Kindergarten-Sozialarbeit

Seit 2021 bietet die Caritas Salzburg im Bundesland Sozialberatung direkt im Kindergarten an, derzeit gibt es das Angebot in mehr als 31 Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen in Stadt und Land Salzburg. Alleine im ersten Halbjahr 2026 fanden mehr als 400 Beratungskontakte zu Eltern und Pädagog*innen statt.

Entlastung für Familien und Pädagog*innen
„Belastende Lebensumstände wie geringes Einkommen, beengte Wohnverhältnisse oder die Erkrankung eines Elternteils können das Wohlbefinden von Kindern stark beeinflussen. Das Angebot setzt genau hier an: Es bietet Eltern in herausfordernden Situationen kostenlose sozialpädagogische Beratung – direkt im vertrauten Umfeld des Kindergartens. Auch Pädagog*innen werden dadurch entlastet, da sie bei Bedarf unkompliziert an uns verweisen können. Regelmäßige Präsenz vor Ort und niederschwelliger Zugang sind entscheidend, um Vertrauen aufzubauen und Hilfe leicht zugänglich zu machen“, erklärt Silvana Engertsberger, Projektleiterin bei der Caritas Salzburg.

Das Angebot: Einzelberatungen, Vorträge und Familiencafé
Neben den individuellen Terminen mit Caritas-Sozialarbeiterinnen im Rahmen von regelmäßigen Sprechstunden im Kindergarten werden auch Elternvorträge zu Themen wie: „Willkommen im Abenteuer Trotzphase“, „Mein Kind kommt in die Schule“ und „Kinder brauchen Grenzen – brauchen Kinder Grenzen?“ organisiert. Außerdem gibt es das Familiencafé, das dem Austausch und Vernetzen der Eltern, auch mit den Pädagog*innen, dient.
 
Die Kindergartensozialarbeit wird bereits in allen Einrichtungen der St.-Erentrudis-Stiftung in der Stadt Salzburg und in Bischofshofen sowie in Hallein, Oberndorf und Seekirchen und ab September in Göming, Lamprechtshausen, Bürmoos, Anthering und Wagrain angeboten. Eine Ausweitung auf weitere Kindergärten in Stadt und Land Salzburg wird angestrebt.
An allen Standorten begleiteten wir 2025 insgesamt 144 Familien in 654 Kontakten und organisierten 36 Veranstaltungen – von Einzelberatungen bis zu Elternabenden und offenen Austauschformaten. Wirkungsvoll unterstützt werden auch Pädagog*innen, allein 2025 mit 427 Beratungskontakten.
 
Im ersten Halbjahr 2026 waren es schon mehr als 400 Beratungskontakte.

Das Angebot wurde von November 2024 bis Juni 2026 in Salzburg, OÖ und der Steiermark wissenschaftlich evaluiert, die Ergebnisse zeigten eine deutliche Entlastung und Wissenszuwachs durch die Beratung bei den Familien und auch eine Entlastung des pädagogischen Personals. Ein großer Teil der Pädagog:innen gab auch an, sich in Bezug auf Kinderschutzthemen durch das Angebot gestärkt und stark unterstützt zu fühlen.
Eine große Herausforderung stellt die unsichere Finanzierung dar, da trotz des starken präventiven Charakters keine geregelte Finanzierung vorhanden ist. Es braucht eine starke Verankerung wie die der Schulsozialarbeit, da durch den hohen Gehalt an Prävention hohe Folgekosten gespart werden können.

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