Eine alte Frau lehnt sich an die Schulter einer Pflegerin der Caritas.

Albertus-Magnus-Haus

Nachdem das Albertus-Magnus-Haus mehr als 40 Jahre als Seniorenheim in Betrieb war, befindet es sich aktuell in einer Umbauphase. Ab Mitte 2018 wird das Haus für Personen mit chronisch-psychischen Erkrankungen und mit erhöhtem pflegerischen und psychosozialen Unterstützungsbedarf zur Verfügung stehen.

Menschen mit chronisch-psychischen Erkrankungen finden meist in herkömmlichen Seniorenheimen schwer einen Platz und können im Albertus-Magnus-Haus optimal begleitet werden. Durch den Komplettumbau der bestehenden Substanz, bei dem nur die Außenhülle bestehen bleibt, wird neuer Wohnraum geschaffen. Die bestehende Küche bleibt erhalten, um diese einerseits als Lehrküche, andererseits auch für Sozialprojekte oder für die Obdachlosenversorgung zur Verfügung stellen zu können.

Neues Zuhause für Menschen mit chronisch-psychischen Erkrankungen

„Anbahnungs“- und Unterstützungsangebote für mehr Lebensqualität

Im „neuen“ Albertus-Magnus-Haus wird das Angebot zusätzlich ausgedehnt: Hier kann durch „Anbahnungs“- und Unterstützungsangebote im Vorfeld schon Begleitung durch Fachpersonal angeboten werden. Das Konzept des neuen Hauses zeigt, dass hier ein Ort entsteht, an dem Menschen, die spezielle psychosoziale Begleitung brauchen, ein würdevolles Leben im Alter führen können.
Das Novum der „Anbahnungsversorgung“ wurde gemeinsam mit dem Land Salzburg entwickelt. Es beinhaltet einen niederschwelligen Zugang zu Beratung, Essen oder Möglichkeiten zur Körperhygiene für obdachlose Menschen oder Personen mit erhöhtem psychosozialem Unterstützungsbedarf.

Zielgruppe und Kapazität

  • In den Wohngruppen finden 27 Personen ein neues Zuhause. Das Fachpersonal ist 24 Stunden anwesend und steht den BewohnerInnen in jeder Lebenslage zur Seite.
  • 9 Personen finden im Langzeitwohnen einen neuen Lebensmittelpunkt.
  • Zwei Plätze für Kurzzeitunterbringungen stehen zur Verfügung. (Nach Klinikaufenthalten oder in schwierigen Lebensphasen)
  • Das Ziel der „Anbahnungsbegleitung“ ist es, die zukünftige Wohnform bereits im Vorfeld kennen zu lernen.

Durch die Unterbringung in kleinen Wohngruppen wird es für die BewohnerInnen möglich, ein familienähnliches Leben in möglichst hoher Qualität zu führen. Es entsteht nicht das Gefühl, in einer Großeinrichtung untergebracht zu sein. Intensive Begleitung ermöglicht eigene Kompetenzen zu erhalten und die KlientInnen werden dazu ermutigt, weiterhin mit ihren Familien und anderen sozialen Beziehungen in Kontakt zu bleiben.