Spenden für Kinder in Not

© Joe Klamar

Not ist kein Kinderspiel

Ob verstecken, fangen, schaukeln, „Schere, Stein, Papier“ oder Schnitzeljagd – Spielen hat etwas Magisches und gehört zu einer schönen, erfüllten Kindheit. Es bedeutet Leichtigkeit, Unbeschwertheit, die Welt zu erkunden und die kindliche Phantasie und Neugierde auszuleben. All das in sicherer Umgebung. 

35,5

Millionen Kinder

waren im Jahr 2020 gezwungen ihr Heimatland zu verlassen

258

Millionen Kinder

und Jugendliche gingen 2020 nicht in die Schule, darunter 60 Millionen Kinder, die keine Grundschule besuchen.

77

Millionen Kinder

wurden pandemiebedingt vom Schulunterricht ausgeschlossen

Ihre Spende lindert das Leid von Kindern in Krisensituationen

Millionen von Kinder weltweit verbringen ihre Kindheit jedoch weder in Sicherheit noch in Unbeschwertheit. Sie leben in Situationen, in denen sie nicht verstecken spielen, sondern tatsächlich Zuflucht vor Krieg und Gewalt suchen müssen. In denen es keine Puppenküche und auch kein Essen am Abend für sie gibt. In denen sie nicht Kind sein dürfen, sondern ganz plötzlich erwachsen werden müssen. Denn: Not ist kein Kinderspiel, sondern bittere Realität.

Layla lebt jetzt im Libanon

Dürfen wir vorstellen? Das ist Layla. Sie ist vier Jahre alt und lebt mit ihren Eltern und ihren drei Geschwistern in der libanesischen Hauptstadt Beirut. Vor ein paar Jahren, als Layla noch ganz klein war, flüchtete die Familie aus Syrien in den Libanon, weil Laylas älteste Schwester Manal an Kinder­lähmung erkrankt war. In Syrien war es damals aufgrund des Krieges nicht möglich, Medikamente und Impfungen für die Geschwister zu bekommen. Deshalb verließen sie ihre Heimat schweren Herzens.

Die ganze Familie in einem Raum
Im neuen Zuhause geht es oft chaotisch zu, es gibt wenig Platz zum Spielen, weil alle in einem Raum wohnen. Oft ist es auch kalt, denn in der Einzimmer­ Wohnung gibt es seit der schlimmen Explosion im letzten Sommer keine Fenster mehr. Layla erinnert sich: Plötzlich haben die Wände gewackelt und die Scheiben sind zersprungen. Einfach so. Für neue Fenster ist kein Geld da. Laylas Papa arbeitet zwar viel als Bauarbeiter, aber das Essen und der Strom für die Familie sind sehr teuer.

Lieblingsort: Spielplatz
Wenn Layla spielen möchte, geht sie mit ihren Geschwistern auf den Platz vor dem Wohnhaus, in dem sie leben. Doch am liebsten hat sie den Spielplatz in der Schule. Dort kann sie gemeinsam mit den anderen Kindern aus ihrer Klasse schaukeln, rutschen und fangen spielen. So wie heute. Tags zuvor war außerdem der National­feiertag im Libanon. In der Schule haben alle Kinder deshalb Hüte mit dem Baum der libanesischen Flagge gemalt. Die Lehrerin hat erzählt, dass der Baum Frieden, Helligkeit und Ewigkeit symbolisiert. 

Es riecht nach gekochtem Reis
Wenn die Schulklingel zum letzten Mal läutet, weiß Layla: Jetzt gibt es Mittagessen – oft die einzige warme Mahlzeit des Tages. Davor muss sich jedes Kind die Hände waschen und die Lehrerin erklärt noch einmal, wann die Kinder die Maske noch aufbehalten müssen und wann sie abgenommen werden darf. Im Speisesaal riecht es schon nach angedünsteten Zwiebeln, Knoblauch und gekochtem Reis. Eine Frau verteilt die Teller gefüllt mit einem Ragout aus Fleisch und Karotten. Sie lächelt Layla freund­lich an und sagt „Lass es dir schmecken.“ Und Layla löffelt den ganzen Teller leer. 

Wenn nur alle hier herkommen könnten
Während Layla am Nachmittag auf den Schulbus wartet, denkt sie an die Erlebnisse des Tages. Am liebsten würde sie ihre ganze Familie jeden Tag hierher mitbringen, sodass sie alle am Spielplatz spielen können. Papa, damit er nicht immer so viel arbeiten muss, Mama, damit sie nicht immer so traurig ist und ihre Geschwister, damit sie alle beisammen sind. Dafür würde sie wirklich viel geben. Vielleicht sogar ihren vollen Teller beim Mittagessen. 

Endlich in Sicherheit und Geborgenheit

Layla lebt jetzt im Libanon

Laylas Familie hat es nicht leicht: Sie musste vor einigen Jahren aus Syrien nach Beirut fliehen und leben nun unter prekären Verhältnissen. Gott sei Dank gibt es die Schule Beth Aleph, wo Layla einen Platz zum Lernen und Spielen hat.

Ohne Hilfe könnte Jasina nicht zur Schule gehen

Jasina nimmt ihre beiden jüngeren Geschwister an die Hand und macht sich auf den Weg nach Hause. Aus dem Schul­gebäude hinaus, die Seitenstraße entlang, vorbei an den zerfallenen Häusern, den kreuz und quer  parkenden Autos, in die Siedlung hinein, die Stiege hinauf, in die Wohnung, Tür zu.  Geschafft. 

Heute geht Jasina den Schulweg ohne  Probleme, doch früher hatte sie große Angst auf der Straße. Als Jasina drei Jahre alt war und sie noch keine Geschwister hatte, flüchteten Jasina und ihre Eltern aus Syrien in den Libanon. Als Folge der vielen Erlebnisse im Krieg konnte Jasina jahrelang nicht sprechen und hatte immer wieder Albträume. Auch jetzt können Jasina, ihre Eltern und Geschwister nicht unbeschwert leben: Seit der großen Wirtschaftskrise im Libanon hat die Familie weniger zu essen, Strom gibt es nur selten und die Räume der  spärlichen Zwei zimmerwohnung bleiben im Winter kalt.

Kinder als Leidtragende
Die Lage für Kinder in Not hat sich in den letzten Jahren verschärft: Wirtschaftskrisen, Bürgerkriege und nun auch noch die Pandemie. Viele Familien in von Krisen betroffenen Ländern häufen immer mehr Schulden an und schlittern noch tiefer in die Armut. 

In Konfl ikten und Katastrophen sind es die Kinder, die als erstes und am meisten zu leiden haben. Sie sind besonders anfällig für Krankheiten und Unterernährung und Gewalt hilfl os ausgeliefert. Häufi g leben sie unter prekären Verhältnissen. Wenn nicht auf der Straße, dann zu mehrt in engen Räumen ohne Betten oder Heizung, ohne Platz zum Spielen oder Lernen. Wenn diese Kinder erkranken, können sie oft nicht versorgt werden. Medikamente sind teuer, ein Auf ent­halt im Krankenhaus ist oft unleistbar. Dabei wünschen sich die allermeisten Eltern nichts sehnlicher als gesunde und glückliche Kinder, die eine gute Zukunft vor sich haben. Die Caritas ist in diesen Ländern dann oft die letzte und einzige Stütze.

Als wir während der schwersten Zeiten in Angst lebten, war die Caritas die einzige Organisation, die für uns da war.

Dalal,
Mutter der elfjährigen Jasina

Auch Jasina und ihre Familie erhielten Hilfe. 
„Als wir während der schwersten Zeiten in Angst lebten, war die Caritas die einzige  Organisation, die für uns da war. Eine Sozial arbeiterin besuchte uns regelmäßig, hörte uns zu und brachte uns Essen. Sie wurde Teil der Familie.“, sagt Jasinas Mutter Dalal. 

Sprungbrett aus der Armut: Bildung
Die Sozialarbeiterin erzählte ihnen auch von der naheliegenden Schule, für deren Besuch die Caritas die Kosten übernimmt. Bildung ist für Kinder in Armutssituationen oft der einzige Weg aus der Not. Millionen von Kindern weltweit sind jedoch vom Bildungsweg ausgeschlossen, weil sie auf der Flucht sind, aufgrund von Behinderungen diskriminiert werden oder weil der Transport und die Schule für die Familien zu teuer sind. Die Caritas finanziert in Afrika, dem Nahen Osten und Osteuropa für diese  Familien den Zugang zu Bildung sowie Geräte und Materialien für den (Online­) Unterricht. Auch Jasina geht es viel besser seit sie in die Schule geht. Dort begann sie mit Unterstützung einer Sprachtherapeutin wieder zu sprechen. Sie fühlt sich außerdem nicht mehr so ängstlich. Die große Sorge von Jasinas Mutter ist jedoch, dass das Projekt nicht weiter  fi nanziert werden und sie sich den Unterricht dann nicht mehr leisten kann. „Ohne die Unterstützung könnten meine Kinder nicht zur Schule gehen“, sagt sie.  

Hayad kämpft um die Gesundheit seiner Kinder!

Im Libanon geht der Strom aus!

Hayad aus Beirut kämpft um die Gesundheit seiner 4-jährigen Zwillinge. Sie haben schweres Asthma und brauchen mehrmals täglich ein Beatmungsgerät. Die Stromversorgung im Libanon wurde allerdings auf 2 Stunden pro Tag limitiert.

So hilft die Caritas Kindern in Krisensituationen

Als Caritas arbeiten wir in Krisengebieten dafür, dass Kinder gut aufwachsen können, dass sie die Versorgung erhalten, die sie brauchen und das Rüstzeug, um eines Tages der Armut zu entkommen. Wir glauben fest daran, dass jedes Kind das Recht auf Sicherheit, das Recht auf Bildung, das Recht auf Glück und Zukunftsperspektiven hat.

  • In unseren Kinderprojekten legen wir außerdem großen Wert auf die medizinische Versorgung der Kinder. In Jordanien etwa, erhalten Kinder durch ein Schulprojekt Medikamente, gratis Untersuchungen, einschließlich zahnärztlicher, vor- und nachgeburtlicher Betreuung sowie Impfkontrollen.
  • Kindertagesstätten betreibt die Caritas in Osteuropa schon seit über 20 Jahren. In Rumänien etwa bekommen Schüler*innen ein warmes Mittagessen, Unterstützung bei den Hausaufgaben, Lernunterlagen und es gibt Erwachsene, die bei Problemen weiterhelfen. Seit der Pandemie besuchen Pädagog*innen der Caritas-Kindertagesstätten die Schüler*innen während der Ausgangssperren, bringen Lernunterlagen mit und führen mit den Eltern Gespräche über Schule und Erziehung.
  • In Bulgarien erhalten Schulkinder in Flüchtlingslagern oder im „Homework-Club“ im Integrations-Zentrum in Sofia Lernunterstützung von Pädagog*innen und Freiwilligen.
  • In Beth Aleph in Beirut in Libanon, einer Schule speziell für Kinder von Migrant*innen, aber auch in den Kindertagesstätten in Rumänien, Bulgarien und der Ukraine gibt es pädagogisches und psychologische Personal, das für die Kinder da ist.
  • In Aleppo in Syrien betreibt die Caritas seit 2018 das regionale, ganzheitliche Bildungsprogramm RHEP, dass jährlich rund 3.330 syrischen Kindern Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung ermöglicht. Die Kinder werden fortlaufend auch psychisch und mental betreut, um mit den Erlebnissen und Erfahrungen der Flucht umgehen zu lernen.

Lage von Kindern in Not verschärft sich

Die Lage für Kinder in Not hat sich in den letzten Jahren verschärft: Wirtschaftskrisen, Bürgerkriege und nun auch die Pandemie. Rund die Hälfte der armutsbetroffenen Menschen weltweit, ca. 356 Millionen, sind Kinder. 150 Millionen Kinder zusätzlich kämpfen durch die Auswirkungen der Pandemie damit, dass ihre Familien nur noch mangelhafte Geldressourcen, keinen Zugang zu Nahrung oder Bildung haben. Viele Familien in von Krisen betroffenen Ländern häufen immer mehr Schulden an und schlittern noch tiefer in die Armut.

Doch trotz dieser traumatischen Erfahrungen nehmen diese Kinder einen starken Antrieb mit, eine bessere Zukunft für sich zu schaffen – Helfen wir ihnen jetzt ein Stück des Weges zu gehen! 

Helfen Sie jetzt Kindern in Not!

Wir sehen täglich: Bildung ist das effektivste Mittel gegen Armut. Wer die Schule absolviert, hat als Erwachsener höhere Chancen, eine Arbeit zu finden und davon leben zu können. Bildung als eine Chance auf eine unabhängige Zukunft für sich und seine Familie.

€ 30,–

1 Monat lang eine warme Mahlzeit und liebevolle Betreuung

€ 60,–

1 Monat lang den Transport in die Schule und die Schulgebühren

€ 200,–

Schultransport für eine Woche für 30 Kinder im Libanon