SOALP: Wohnprojekt für trockene alkoholkranke Menschen

Eine Beratungssituation in der SOALP
© Caritas Salzburg

Die Nachsorgeeinrichtung SOALP (Selbstbewusst Ohne Alkohol Leben Projekt) bildet das letzte Glied in der Behandlungskette für abstinenzmotvierte alkoholkranke Menschen.

Zehn Frauen und Männer können hier nach einer Entgiftungs- und positiv abgeschlossenen Entwöhnungsbehandlung durch stationäre Nachsorge für maximal 18 Monate den Weg aus der Abhängigkeit zurück in ein suchtfreies, selbstbestimmtes Leben finden.

Ein multiprofessionelles Team bietet im Rahmen eines geschützten Wohnumfeldes psychologische und suchttherapeutische Gespräche bzw. sozialarbeiterische und sozialpädagogische Beratung und Begleitung an:

In psychologisch-suchttherapeutischen Einzelgesprächen …
haben die KlientInnen mindestens einmal pro Woche die Möglichkeit, persönliche Fragestellungen zu klären und gemeinsam mit den Betreuern für sie wichtige Themen zu bearbeiten bzw. vorhandene Ressourcen zu aktivieren.

Die sozialarbeiterische Unterstützung umfasst z.B.:
Hilfe bei der Suche nach einer passenden Arbeit sowie leistbarem Wohnraum nach SOALP, Schuldenregulierungshilfe, sozialrechtliche Hilfestellung und Zusammenarbeit mit anderen psychosozialen Institutionen und Begleitung und Hilfestellung bei Behördenwegen  etc.

Die sozialpädagogische Beratung...

ist ganz auf die individuellen Ziele der BewohnerInnen abgestimmt und leistet Hilfestellung und lebenspraktische Anleitungen.

Jede Woche finden zwei therapeutisch geleitete Gruppengespräche statt, in welchen Fragen wie behandelt werden:

  • Wie kann ich inmitten einer alkoholfreundlichen Gesellschaft trocken bleiben?
  • Wie kann ich mit akutem Trinkverhalten (Craving) umgehen?
  • Wie gehe ich mit Stress und Konflikten konstruktiv um?

Die Erstellung eines Notfallplanes und die Erarbeitung von Bewältigungsstrategien zur Rückfallvermeidung sind ein wichtiger Teil des Programmes.

Viel Wert wird auf eine gemeinsame Freizeitgestaltung wie Kinobesuche, Tischtennis, Bowling, Kochen, Kreativworkshops oder gesundheitsfördernde Aktivitäten wie Entspannungs- und Lauftraining gelegt.

Primäres Ziel des Projektes ist eine ganzheitliche Rehabilitation. Auf Basis einer zufriedenen stabilen Abstinenz sollen die KlientInnen so zu einer neuen Lebensqualität hingeführt und auf Ihrem Weg begleitet werden. Durch psychische Stabilisierung und dem Aufbau eines sozialen Netzes kann die berufliche Wiedereingliederung und anschließende Wohnintegration erleichtert werden.