Welttag der Armen

Papst Franziskus hat den „Welttag der Armen“ eingeführt. Dieser wird heuer erstmals weltweit am 19. November 2017 begangen. Er steht unter dem Motto „Liebt nicht mit Worten, sondern in Taten“.

Die Bischofskonferenz und die Caritas haben dieses Anliegen österreichweit aufgegriffen und wollen mit diesem Tag deutlich machen, dass der Platz der Kirche an der Seite der Armen ist.

Wir laden alle kirchlichen und pfarrlichen Gruppen der Erzdiözese Salzburg ein, diesen „Welttag der Armen“ gemeinsam zu nutzen, um konkret Not zu lindern, neue Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen und in der Öffentlichkeit „Armut“ zu thematisieren. Unser Ziel ist es in möglichst vielen Pfarren und kirchlichen Initiativen der Erzdiözese Salzburg in der Woche vor dem Aktionstag Begegnungsmöglichkeiten zu eröffnen und am Aktionstag selbst die Menschen zum Helfen zu mobilisieren. Setzen wir z.B. mit Gabenkörben, in denen beim Welttag der Armen Nahrungsmittel gesammelt werden, ein sichtbares Zeichen des Teilens.

Was ist der Welttag der Armen?

Unter dem Motto „Liebt nicht mit Worten, sondern in Taten“ hat Papst Franziskus heuer zum ersten Mal den Welttag der Armen ausgerufen. Dieses Jahr wird der Welttag am 33. Sonntag im Jahreskreis, dem 19. November 2017, begangen und soll in der Folge jedes Jahr gefeiert werden.

Zur näheren Erläuterung hat der Papst am 13. Juni 2017 eine Botschaft zum Welttag der Armen mit dem Titel „Liebt nicht mit Worten, sondern in Taten“ herausgegeben. Er schreibt darin: „Die Liebe erlaubt kein Alibi: Wer lieben will, wie Jesus geliebt hat, muss ganz und gar seinem Beispiel folgen. Das gilt besonders, wenn es um die Armen geht.“

Unter anderem erinnert der Papst an die solidarische Haltung der Urchristen in der Apostelgeschichte 2,45, die uns als Vorbild dienen soll: „Sie verkauften Hab und Gut und teilten davon allen zu, jedem so viel, wie er nötig hatte.“

Er schreibt weiter: „Denken wir an die Armen nicht nur als Empfänger eines wohltätigen, einmal in der Woche zu verrichtenden Freiwilligendienstes oder von improvisierten Gesten des guten Willens, um unser Gewissen zu beruhigen. Diese Taten sind zwar wertvoll und helfen uns durchaus, auf die Bedürfnisse unserer Brüder und Schwestern sowie auch auf die Ungerechtigkeit, die oftmals zu ihrer Situation führt, zu achten. Letztendlich sollten sie uns jedoch zu einer wirklichen Begegnung  mit den Armen führen und der Haltung des Teilens  Raum geben, die zum Lebensstil werden soll. Das Gebet, der Weg der Jüngerschaft und die Bekehrung finden in der Nächstenliebe, die bereit ist zu teilen, eine Bestätigung ihrer evangelischen Glaubwürdigkeit.“

Um welche Armen geht es?

Papst Franziskus meint dazu in seiner Botschaft zum ersten Welttag der Armen: „Uns ist die große Schwierigkeit bekannt, in der heutigen Welt die Armut auf klare Weise zu identifizieren. Und doch fordert sie uns tagtäglich heraus, indem sie uns mit tausenden Gesichtern anschaut, die gezeichnet sind von Schmerz, Ausgrenzung, Missbrauch, Gewalt, Folter, Gefängnis, von Krieg, vom Entzug von Freiheit und Würde, von fehlenden Bildungschancen und Analphabetismus, Gesundheitsnotlagen und Arbeitslosigkeit, Menschenhandel, Sklaverei, Exil, Elend und erzwungener Migration. Diese grausame und nie vollständige Liste ist man gezwungen, angesichts einer Armut zusammenzustellen, die die Frucht sozialer Ungerechtigkeit sowie moralischen Elends, der Habgier weniger und der allgemein verbreiteten Gleichgültigkeit ist.“