Armut in Österreich

Wir helfen, wo Corona Armut hinterlässt

Armut ist, wenn man nicht mehr weiß, wie man den Kühlschrank füllen soll, wenn man kein Geld für die Reparaturen hat, wenn der Kühlschrank kaputtgeht. Wenn man ständig vor der Delogierung steht, weil man die Mieten nicht mehr zahlen kann. Wenn man sich keinen Kaffeehaus-Besuch, kein Kinoticket, keinen Schulausflug leisten kann, weil die Rechnungen des Alltags zu überwältigend sind. Armut kann jede und jeden treffen!

Armut ist vielseitig und oft unsichtbar.
Aber in jedem Fall bedeutet Armut permanente Existenzangst und sozialen Ausschluss. Die Corona-Krise hat auch Menschen in Notlagen gebracht, die zuvor noch nie von Armut bedroht waren.

Not im Inland

Alleinerzieher*innen, Frauen, einkommensschwache Familien mit mehreren Kindern, Mindestpensionist*innen, langzeitarbeitslosen Menschen, Menschen ohne Wohnung oder Menschen mit Migrationshintergrund sind in Österreich besonders von Armut betroffen. 

Herr L. erlebt zum ersten Mal Armut

"Wie in der Pension, nur ohne Geld"

Ein Drittel der Menschen, die 2020 in unsere Sozialberatungsstellen kamen, hatten wie Herr L. nie zuvor Armut erlebt und brauchen jetzt Unterstützung.

Armut in der Mitte der Gesellschaft angekommen

Seit Corona hat die Armut auch ein neues Gesicht. Nämlich jenes von Einzelunternehmer*innen und jungen Menschen, die von Einkommensverlusten und Arbeitslosigkeit betroffen waren und sind, Kulturschaffende, Gastronom*innen, Leiharbeiter*innen, die ohne finanziellen Puffer oder sozialem Umfeld durch die Krise schlitterten. Das alles sind Menschen, die zuvor keine existentiellen Nöte kannten. Die Not, die Armut mit sich bringt, ist in diesen Fällen auf den ersten Blick im Alltag gar nicht sichtbar und dennoch ist sie in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Viele wenden sich erst an die Caritas, wenn die Not wirklich existentiell wird. Menschen suchen Hilfe, weil sie die Kosten des Alltags nicht mehr bezahlen können: Mieten, Energiekosten und Lebensmittel. Wenn die Mietrückstände zu groß werden und Delogierung droht. Die verstärkte Wohnungsnot spiegelt sich auch in den Sozialberatungsstellen der Caritas wieder: 45 Prozent der Menschen, die sich an die Caritas wandten, wurden zum Thema Wohnen beraten. 31 Prozent brauchten Unterstützung in rechtlichen Fragen, jeweils 30 Prozent zu den Themen Arbeit und Familie/Kinder sowie 25 Prozent zu Schulden oder zur Energie. 

Als Caritas nehmen wir unsere Verantwortung während der Krise ernst: Die alte Armut weiterhin bekämpfen und neue Armut verhindern!

Armut in Österreich ist „weiblich"

Frauen, vor allem Alleinerzieher*innen sowie Frauen ab 65 Jahren, erleben Armut besonders häufig. Schon vor der Corona-Krise waren mehr Frauen als Männer armutsbetroffen oder – gefährdet (2020 waren das laut EU-SILC 501 000 Frauen und 430 000 Männer ab 18 Jahren). Gründe dafür sind Gender-Pay-Gap bedingtes niedrigeres Einkommen, daraus folgende niedrigere Pensionen im Alter und unbezahlte Kinderbetreuungs- und Pflegearbeit, die vor allem von Frauen geleistet wird. „Weibliche“ Armut ist dabei oft unsichtbar. Frauen leben oft eher unter prekären Verhältnissen oder begeben sich in Abhängigkeiten oder gewaltvolle Beziehungen als Hilfe zu suchen.

Psychische Gewalt in Beziehung

Maria sucht Hilfe bei der Caritas

Maria war zehn Jahre in einer mehr oder weniger glücklichen Beziehung, bis ihr Freund depressiv und immer aggressiver wurde. Die 31-Jährige erzählt von ihren Erfahrungen, wie sie es geschafft hat, Hilfe anzunehmen und wie die Caritas sie und ihr Kind unterstützt.

 

So sieht unsere konkrete Hilfe aus

Der Auftrag der Caritas vor, während und nach der Krise ist klar: Wir helfen jenen, die in Not geraten sind. Helfen wir jetzt gemeinsam!

  • Wir helfen armutsbetroffenen Menschen weiterhin, die schon vor Corona zu wenig hatten. Hier geht es um das Notwendigste: Existenzsicherung, Lebensmittelhilfe und -gutscheine, Energieversorgung, Beratung, Wohnungssicherung.
  • Wir helfen Frauen und armutsgefährdeten Familien, die die Corona-Krise noch stärker in die Not getrieben hat.
  • Wir helfen jenen, die bisher keine finanziellen Sorgen kannten und durch die Krise plötzlich armutsgefährdet sind. Sie brauchen unsere Unterstützung. Denn: Viele private Reserven sind jetzt erschöpft.

€ 33,–

Ein Raum für Frauen in schwierigen Situationen

€ 40,–

In den Sozialberatungsstellen der Caritas bekommen Familien in…

€ 50,–

Unterstützen Sie Menschen, die jetzt um ihre Existenz fürchten…

Danke, dass Sie helfen!

Wir dürfen uns nicht damit abfinden, dass Menschen in unserer Nachbarschaft kein Auskommen finden. Wir dürfen auf die Schwächsten in unserer Gesellschaft nicht vergessen. Möglich ist unsere Hilfe nur dank der Unterstützung von Spenderinnen und Spendern, die den Betrieb unserer Einrichtungen sicherstellt. Möglich ist unsere Hilfe nur durch Sie!