Ein Mädchen mit Downsyndrom beim Malen

Tageszentrum Elixhausen

Fähigkeiten erhalten, Neues lernen und gegebenenfalls den Schritt in die Arbeitswelt tätigen. Das ist das Ziel des neuen Tageszentrums Elixhausen für Menschen mit Behinderung. In Zusammenarbeit mit dem Land Salzburg ist es erstmals gelungen, eine Einrichtung in der Nähe von Salzburg zu schaffen, die ein differenziertes Angebot für Menschen mit sehr hohem Unterstützungsbedarf bietet.

Das neue Tageszentrum Elixhausen bietet jungen Menschen mit Behinderung nach Ende ihrer Schulpflicht eine ganzheitliche Betreuung mit Therapie- und Förderangeboten. Rund 15 KlientInnen werden dort von einem multiprofessionellen Team mit verschiedenen Ausbildungsschwerpunkten betreut.

Das Zentrum ist vorwiegend für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf konzipiert. Das heißt z.B., dass KlientInnen Hilfe bei Alltäglichem wie Essen oder dem Gang auf die Toilette benötigen. Menschen mit niedrigerem Unterstützungsbedarf brauchen oftmals nur organisatorische Hilfestellungen bei der eigenständigen Abwicklung des Alltags. Die tägliche Anreise in das Tageszentrum mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann z.B. mit Eltern oder BetreuerInnen geübt werden und dann in einem weiteren Schritt selbstständig erfolgen.

Therapie am Standort

Die Therapie am Standort ist ein zentraler Aspekt unseres Konzeptes. Dies wird in Zusammenarbeit mit dem Diakoniewerk erfolgen. Im Therapieraum werden unterschiedliche Therapieformen stattfinden, der Raum wird auch zum Snoezelen verwendet. Snoezelen ist der Aufenthalt in einem gemütlichen, angenehm warmen Raum, in dem man, bequem liegend oder sitzend, umgeben von leisen Klängen und Melodien, Lichteffekte, z.B. eine Blubbersäule und Lichtschläuche, betrachten kann. Dies steuert und ordnet Reize, weckt Interesse, ruft Erinnerungen hervor und lenkt Beziehungen. Das Snoezelen erzeugt Wohlbefinden und Geborgenheit.

Der Schritt in das Arbeitsleben

Die Interessen, Wünsche und Fähigkeiten der einzelnen Personen werden gemeinsam mit den BetreuerInnen, der Familie und früheren Schulen ermittelt. Je nach Möglichkeit, kann im Tageszentrum der erste Schritt ins Arbeitsleben getätigt werden. Das differenzierte Arbeits-und Beschäftigungsangebot umfasst einfache gleichbleibende Tätigkeiten z.B. die Herstellung von Produkten, aber auch simple Kreativtätigkeiten. Die MitarbeiterInnen unterstützen Menschen mit eingeschränkten physischen Fähigkeiten, um auch sie in die Arbeiten einzubinden. Die hergestellten Produkte, wie Dekorationsartikel, Karten oder Holzarbeiten, werden in weiterer Folge selbstständig vertrieben. Je nach Möglichkeit und Bedarf wird auch ein Arbeitstraining angeboten. Menschen mit Behinderung haben somit die Chance, in unterschiedlichen Formen in die Arbeitswelt einzutauchen.

Einbindung des Tageszentrums in das Gemeindeleben

Angestrebt werden zukünftig auch Kooperationen mit ortsansässigen Firmen und der Gemeinde, um die Menschen in das Leben im Ort zu integrieren. Gemeinsame Projekte oder Veranstaltungen mit Schulen, Kindergärten und Vereinen wären wünschenswert. Es kann angedacht werden, dass die KlientInnen kleine Aufgaben in der Gemeinde und in interessierten Firmen übernehmen, z.B. die Bepflanzung von Grünflächen in der Gemeinde oder das Schlichten von Regalen in einem Supermarkt für wenige Stunden in der Woche.