Katastrophenhilfe der Caritas beim Hochwasser 2013 in Kössen. Die Caritas zahlt Soforthilfe an die Betroffenen aus.

Finanzierung

Mit welchem Geld arbeitet die Caritas?

  • Private Kostenersätze der Leistungsempfänger
  • Öffentliche Kostenbeiträge - Leistungsfinanzierung
  • Spenden und Zuwendungen
  • Eigenerwirtschaftungen

Private Kostenersätze

Dort, wo es möglich ist, müssen Menschen, die die Hilfe der Caritas in Anspruch nehmen, Eigenleistungen erbringen. Unterstützung und Hilfeleistung von Seite der Caritas ist oftmals nicht mit Finanzproblemen verbunden. In diesen Fällen sind entsprechend den sozialstaatlichen Regelungen etc. Eigenbeiträge zur Finanzierung der Unterstützungsleistungen zu erbringen. Diese sind im Regelfall den jeweiligen finanziellen Möglichkeiten angepasst und gesetzlich geregelt. Gerade im Bereich der Finanzierung von Hilfeleistungen im Bereich der Pflege und Betreuung ist diese Thematik sehr wesentlich.

Öffentliche Kostenbeiträge - Leistungsfinanzierung

Öffentliche Gelder von Land, Gemeinden, Bund, EU etc. stellen einen wesentlichen Finanzierungsbeitrag für die Arbeit der Caritas dar. Sozialstaatliche Maßnahmen knüpfen in vielen Bereichen ein Netz, dass all jene Menschen auffangen soll, die der Unterstützung und Hilfe bedürfen. Staatliche Organisationen arbeiten eng mit privaten und nicht-staatlichen Hilfseinrichtungen zusammen. Die Salzburger und die Tiroler Landesregierung geht diesen Weg im Sinne des Subsidiaritätssystems schon seit Jahrzehnten. Dabei beauftragt die öffentliche Hand soziale Einrichtungen, die von privaten Trägern geführt werden. Für diese Angebote und Leistungen erhält die Caritas entsprechende finanzielle Mittel, die die Umsetzung und Sicherstellung ermöglichen (z. B. in der Betreuung von Menschen mit Behinderungen, im Pflegebereich, in der Flüchtlingshilfe, ...). Diese Kostenersätze entstehen im Regelfall aus gesetzlichen Rechtsansprüchen der unterstützungsbedürftigen Menschen, welche einen Großteil der Aufwendungen abdecken. Darüber hinaus sind verschiedenste Projektfinanzierungen von Seiten des Arbeitsmarktservices, des Bundessozialamtes, verschiedenster EU-Förderungstöpfe etc. gegeben.

Einsatz von Spendenmitteln

Spenden werden überwiegend dort eingesetzt, wo öffentliche Gelder nicht - oder nicht ausreichend - vorhanden sind. Dort, wo Menschen drohen durch das "staatliche Soziale Netz" zu fallen: in Not- und Katastrophenfällen oder beispielsweise zur Entwicklung besonders innovativer soziale Projekte etc. Spenden, die im Rahmen von konkreten Sammlungsaktivitäten oder Spendenaufrufen eingehen, sind zweckgewidmet und werden nur für die angegebenen Projekte und Aufgaben im In- und Ausland verwendet.

Ein Teil der eingehenden finanziellen Unterstützungen sind ungewidmete, freie Spenden und werden vom Spendenrat (siehe "Kontrolle der Spendenverwendung") den Projekten, Einrichtungen etc. zugeteilt, wo es am Notwendigsten ist.

Eigenerwirtschaftungen

Verschiedenste Einrichtungen tragen mit ihren Erlösen (Caritasläden, Produktverkauf aus Behindertenwerkstätten, etc.) zur Finanzierung der Aktivitäten der Gesamtcaritas bei.

Werbung - so sparsam wie möglich

Die Intensität der Werbung ist nur möglich, weil die Werbewirtschaft und die Medien viele Initiativen der Caritas unterstützen und oftmals gratis veröffentlichen. Zahlreiche Werbeauftritte und Benefiz-Veranstaltungen kommen nur zustande, weil SponsorInnen aus der Wirtschaft gefunden werden können, die die Arbeit und die Aktivitäten entsprechend unterstützen.

Verwaltung und Organisation: So sparsam und effizient wie möglich

Eine Organisation in der Größe der Caritas muss wirtschaftlich sparsam und betriebsorganisatorisch effizient geführt sein. Dies erfordert ein Mindestmaß an Verwaltung und Organisation, die sicherstellt, dass die professionelle Führung des Betriebes gewährleistet ist. Bei all diesen notwendigen Maßnahmen ist das entscheidende Prinzip, dass mit möglichst geringem Mitteleinsatz möglichst hohe Qualität und Effizienz sichergestellt ist.

Kontrolle der Spendenverwendung

Ein unabhängiger Wirtschaftsprüfer kontrolliert alljährlich die ordnungsgemäße Buchführung der gesamten Caritasarbeit. Die korrekte Verwendung von Spendenmitteln wird fortlaufend und regelmäßig durch Controlling und Betriebswirtschaftsabteilung intern geprüft.

Die ordnungsgemäße und effiziente Verwendung von Spendenmitteln stellt für den Caritasverband der Erzdiözese Salzburg einen wichtigen Bestandteil der täglichen Arbeit dar. Aus diesem Grund wurde ein Gremium eingerichtet, in dessen Verantwortung die Sicherstellung der Einhaltung dieser Grundsätze steht ("Spendenrat").

Die Mitglieder des Spendenrates sind:

  • Vorsitzender: Mag. Bernhard Huber
  • Franz Holzner
  • Mag. Dr. Margit Greisberger
  • Ehrenamtlicher Prüfer: DI Wilfried Haertl

Bei Auslandsprojekten erfolgt zusätzlich die Prüfung durch Co-Finanzierungspartner bzw. die Caritas Österreich.