Katastrophenhilfe der Caritas beim Hochwasser 2013 in Kössen. Die Caritas zahlt Soforthilfe an die Betroffenen aus.

Arbeitsstiftung für Pflege, Gesundheit und Soziales gegründet

12.05.20 / 13:21

Im Bild v.l.n.r.: Bernhard Behr, Volkshilfe, Sabine Kornberger-Scheuch, Rotes Kreuz, Johannes Dines, Caritas und Hermann F. Hagleitner, Hilfswerk gründen gemeinsam die „„Salzburger Arbeitsstiftung für Pflege, Gesundheit und Soziales“ (PGS)“.

 

Die Caritas Salzburg, das Hilfswerk, die Volkshilfe und das Rote Kreuz haben gemeinsam die „Salzburger Arbeitsstiftung für Pflege, Gesundheit und Soziales“ (PGS) gegründet. In Kooperation mit dem AMS Salzburg werden ab sofort arbeitssuchende Menschen für Berufe in der Pflege und Betreuung qualifiziert und an alle Betriebe, die Bedarf an Fachkräften haben, vermittelt.

„Als Dienstleister im Bereich Pflege und Betreuung sehen und spüren wir den steigenden Bedarf an Fachkräften“, sagt Johannes Dines, Direktor der Caritas Salzburg und Geschäftsführer der Arbeitsstiftung und setzt fort: „Wir alle brauchen zusätzliches Fachpersonal und wollen über die Arbeitsstiftung bis 2023 etwa 400 Menschen für Pflegeberufe gewinnen, eine Ausbildung und ein Praktikum ermöglichen und sie in eine fixe Anstellung vermitteln. Das bedeutet: weniger Arbeitssuchende, dafür mehr Mitarbeiter*innen in der Pflege. Gerade die Corona-Krise unterstreicht die große und langfristige Bedeutung dieser Berufe und die Arbeitsstiftung ist eine gute Möglichkeit, nun in einen krisensicheren Beruf zu wechseln.“

Beratung, Begleitung und Vermittlung
Arbeitssuchende Menschen, die sich für Pflegeberufe interessieren, werden vom AMS Salzburg an die Arbeitsstiftung verwiesen oder können sich direkt bei der Stiftung melden. Gemeinsam mit den Interessent*innen wird geklärt, welche Ausbildung die passende ist. Die Arbeitsstiftung unterstützt auch bei der Suche nach einem Praktikumsbetrieb. Danach wird eine Ausbildungsvereinbarung abgeschlossen. Während der Ausbildung absolvieren die Stiftungsteilnehmer*innen ein Praktikum im Partnerbetrieb, mit dem Ziel einer fixen Anstellung nach dem Abschluss. Wenn Ausbildungskosten anfallen, trägt diese der Betrieb. Die Teilnehmer*innen erhalten monatlich zum Arbeitslosengeld ein Stipendium.

„Als Rotes Kreuz Salzburg sind wir da um Menschen zu helfen. Diese Hilfe leisten wir auch im Bereich Betreuung und Pflege. Der steigende Personalbedarf und zugleich der Fachkräftemangel fordert alle Dienstleister gleichermaßen“, sagt Sabine Kornberger-Scheuch und fährt fort: „So ist der Zusammenschluss in der Arbeitsstiftung eine zukunftsweisende Strategie um gemeinsam mehr Fachkräfte für die Betreuung und Pflege zu gewinnen.“

Hermann F. Hagleitner, Geschäftsführer des Hilfswerks Salzburg: „Das Hilfswerk ist in Salzburg der größte Anbieter im Bereich der mobilen Pflege und Betreuung. Zudem betreiben wir sieben Seniorenheime im Bundesland. Die Nachfrage nach diesen Unterstützungsleistungen ist groß und wird aufgrund der demographischen Entwicklung auch weiterhin zunehmen. Dementsprechend wertvoll und wichtig ist es, entsprechendes Fachpersonal zu finden. Berufe in der Pflege und Betreuung sind Berufe mit Sinn und Zukunftsperspektive: Mit der Arbeitsstiftung sollen Bildungszugang und Berufseinstieg für interessierte Menschen einfach, attraktiv und mit der notwendigen finanziellen Sicherheit gestaltet werden.“

„Mach Karriere als Mensch!"
Bernhard Behr, Geschäftsführer der Volkshilfe Salzburg: „Eine Ausbildung in der Pflege und Betreuung hat Zukunft. Wir als Volkshilfe sind immer auf der Suche nach qualifiziertem Fachpersonal. Die Arbeitsstiftung bietet für die Stifungsteilnehmer*innen während des Praktikums einen vielschichtigen Einblick in den Praktikumsbetrieb bzw. Partnerbetrieb. Mobile Bereiche werden bisher kaum als Praktikum genutzt. Ich halte es mit Aristoteles: Wo deine Talente und die Bedürfnisse der Welt sich kreuzen, dort liegt deine Berufung.“

Berufe mit Zukunft
„Wer sich vorstellen kann, einen Pflege- oder Sozialbetreuungsberuf zu ergreifen und aktuell arbeitssuchend ist, sollte zu uns kommen“, sagt Stiftungskoordinator Thomas Thöny und erklärt: „Das sind Berufe mit Zukunft, die immer stärker gefragt sein werden. Die Möglichkeiten sind vielfältig und wir finden für jede*n das Passende in Pflege, Betreuung oder im Sozialbereich. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit allen Ausbildungsbetrieben und allen Organisationen, die Pflegekräfte brauchen.“

 

Interessent*innen können sich direkt bei Thomas Thöny unter der Telefonnummer
0676-848210-433 melden.