Katastrophenhilfe der Caritas beim Hochwasser 2013 in Kössen. Die Caritas zahlt Soforthilfe an die Betroffenen aus.

Caritas Salzburg: Telemedizin für Palliativ-Patient*innen

11.05.20 / 09:43

Katharina Löcker,  Leitung Palliativteam Pongau, mit ihrer Patientin Gudrun Pflüger. Bei medizinischen Fragen kann sie online übers Tablet eine/n oder mehrere Ärzt*innen dazuschalten. 

Schon seit 2019 können Patientinnen und Patienten der mobilen Palliativteams der Caritas Salzburg telemedizinisch betreut werden: Die Palliativfachkraft vor Ort hat ein Tablet dabei und bei Bedarf kann direkt mit dem Arzt ein therapeutisches Gespräch geführt und die nächsten Schritte besprochen werden. Nun, in Zeiten von Covid, ist weiterhin die Kommunikation und Betreuung unserer Palliativ Patient*innen – sowohl durch die Fachkraft als auch durch Ärztin bzw. Arzt - garantiert.

Johannes Dines, Direktor der Caritas Salzburg: „Heute ist Telemedizin wichtiger denn je. Als Caritas sind wir in mehrfacher Hinsicht stolz: Einerseits sind wir im Bundesland Salzburg Vorreiter in der telemedizinischen Betreuung. Damit stellen wir im Palliativbereich eine noch engmaschigere medizinische bzw. ärztliche Betreuung in hoher Qualität sicher und setzen gleichzeitig finanzielle Mittel und personelle Ressourcen kostenschonend ein. Andererseits gelingt es damit, den im Palliativbereich so wichtigen unmittelbaren Patientenkontakt noch zielgerichteter zu ermöglichen und schmerztherapeutisch zu unterstützen. So erhalten pflegende Angehörige jene Sicherheit, die sie brauchen, damit ihre Lieben trotz schwerer Krankheit im eigenen Zuhause bleiben können. Gerade jetzt, in Zeiten von Corona, ist die medizinische Betreuung zu Hause für diese Hochrisikogruppen von besonderer Bedeutung.“

Gesundheits- und Spitalsreferent LH-Stv. Dr. Christian Stöckl: „Die mobilen Palliativteams der Caritas tragen durch ihre Arbeit und ihr Engagement ganz wesentlich dazu bei, dass es in Salzburg ein sehr gutes Hospiz- und Palliativangebot gibt, für das das Land auch die finanzielle Basis sicherstellt.  Die Telemedizin hat sich in den vergangenen Jahren enorm weiterentwickelt und sehr stark an Bedeutung gewonnen. Gerade die jetzige Corona-Krise zeigt, wie wichtig es ist, Patientinnen und Patienten digital beraten und betreuen zu können. Telemedizin trägt dazu bei, die Verbreitung des Virus zu reduzieren, indem sie die Zahl von Praxis- und Krankenhausbesuchen und damit die Ansteckungsgefahr reduziert.“

Weiterhin persönliche Betreuung – zusätzlich virtuell
Dr. Gabriela Oberegger, ärztliche Leitung der mobilen Palliativteams der Caritas Salzburg: „Telemed ist ein Projekt, das wir schon seit länger als einem Jahr entwickeln. Als alles fertig war kam die Coronakrise. Wir als Caritas sind aus diesem Grund sehr gut gerüstet, um die Telemedizin zu forcieren und auszudehnen.

Unsere mobilen Palliativteams sind natürlich weiterhin – mit entsprechender Schutzausrüstung – bei den Patient*innen und schalten bei Bedarf den Arzt dazu. Wo das nicht möglich ist – primär im ländlichen Bereich, kommunizieren die Betreuerinnen nun auch direkt virtuell mit den Patient*innen, auch hier mit der Option, den Arzt dazuzuschalten.“

Bedarf steigt
Patient*innen mit fortgeschrittenen Erkrankungen wirksam zu Hause zu betreuen: Dessen nimmt sich das mobile Palliativteam der Caritas Salzburg seit vielen Jahren an. „Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass der Bedarf an mobilen Betreuungsangeboten für Palliativpatienten steigt – Palliativpatient*innen wollen so lange wie möglich im eigenen zuhause bleiben und das wollen wir ermöglichen“, sagt Oberegger. Fünf mobile Palliativteams mit Palliativärzt*innen und diplomierten Palliativpflegefachkräften der Caritas sind in Stadt und Land Salzburg im Einsatz. Die Betreuung ist kostenlos und wird vom Land Salzburg und den Krankenkassen gefördert.

Katharina Löcker, Leitung Palliativteam Pongau: „Unsere Patient*innen nehmen das Angebot gerne an. Dass wir die Ärzt*in direkt dazuschalten können, spart Wege und Ressourcen und wir können die Menschen Zuhause betreuen. In den eigenen vier Wänden bleiben zu können ist gerade für Palliativpatient*innen enorm wichtig.“

 

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