Katastrophenhilfe der Caritas beim Hochwasser 2013 in Kössen. Die Caritas zahlt Soforthilfe an die Betroffenen aus.

Stellungnahme Caritas Salzburg zur von den Franziskanern geforderten Ausweitung des Bettelverbotes

20.03.19 / 09:15

Salzburg , 19. März 2019 – Die Caritas Salzburg ist gegen eine Ausweitung des von den Franziskanern geforderten Bettelverbotes. „Ein weiteres Verbot wird keine Lösungen bringen“, so Caritas Direktor Johannes Dines.

„Caritas und Erzdiözese sind gerne bereit die Franziskaner zu unterstützen und Wege zu finden, um ein gutes Miteinander zu ermöglichen. Ziel sollte es sein, dass die Franziskaner allen Menschen helfen können, die an ihre Pforte klopfen."


Die Caritas ist durch Streetwork und Notschlafstellen im regelmäßigen Kontakt mit ArmutsmigrantInnen. Rund 18.400 Nächtigungen hat es 2018 im Notquartier im Haus Franziskus gegeben und ca. 3.000 Kontakte mit Notreisenden durch das Streetwork. „Seit Jahren kommt die gleiche Gruppe aus Rumänien nach Salzburg. Hier gibt es ein gutes Miteinander. Hin und wieder sind kleinere Gruppen in der Stadt, mit denen es weniger Kontakt gibt“, erzählt Torsten Bichler, Fachbereichsleiter Wohnungslosenhilfe.

Eine Zunahme der Gewaltbereitschaft wurde von Seiten der Caritas nicht beobachtet. „Aufgrund der Vorfälle mit einzelnen Personen, kann man nicht auf die ganze Gruppe schließen. Streitereien unter Notreisenden kommen immer wieder vor – so wie bei anderen Menschen auch“, sagt Torsten Bichler.