Katastrophenhilfe der Caritas beim Hochwasser 2013 in Kössen. Die Caritas zahlt Soforthilfe an die Betroffenen aus.

carlavelorep – mehr als eine Fahrradwerkstatt

27.04.18 / 12:51

Im Bild v.l.n.r.: Im Bild v.l.n.r.: Caritas Direktor Mag. Johannes Dines, DSA Mag. Andreas Eichhorn, MBA, Leiter der Sozialabteilung des Landes Salzburg, Mag. Martin Huber, Caritas Bereichsleiter für Beschäftigung, Asyl und Integration bei der offiziellen Eröffnung.

Salzburg, 26. April 2018 – Das etablierte Projekt velorep präsentiert sich seit der Übernahme durch die Caritas Salzburg modern, originell und inklusiv. Am neuen Standort in der Elisabethstraße 17 werden Fahrräder fachgerecht repariert und auf Vordermann gebracht. carlavelorep ist wie bisher ein Projekt für junge Menschen, die sich nicht in Ausbildung oder einem Arbeitsverhältnis befinden. Auch junge Menschen mit Fluchthintergrund werden im Projekt aufgenommen und bei der Integration in den Arbeitsmarkt unterstützt. Am neuen Standort findet sich ein Shop, in dem man alles kaufen kann, was zum Radfahren dazugehört, wie Helme, Schlösser oder Fahrradschläuche. Das Projekt wird vom Land Salzburg und vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort gefördert. Die Zuweisung der ProjektteilnehmerInnen erfolgt über das AMS.

Schritt für Schritt werden die ProjektteilnehmerInnen bei carlavelorep an einen strukturierten Arbeitsalltag herangeführt. Insgesamt zwölf junge Erwachsene, zwischen 15 und 30 Jahren, werden im Projekt aufgenommen. „Meist haben die jungen Menschen, die zu uns kommen, schon viel erlebt. Sie sind abgestempelt als schwer vermittelbar. Ihnen fehlen fachliche Qualifikationen. Grundanforderungen des Arbeitslebens überfordern sie schnell“, so Caritas Direktor Johannes  Dines. „Bei carlavelorep, werden die Projekteilnehmerinnen und Projekteilnehmer individuell begleitet. Wir helfen ihnen in der Arbeitswelt Fuß zu fassen und ermöglichen so eine Teilhabe an einem geregelten sozialen Leben“. Bis zu einem Jahr können die TeilnehmerInnen im Projekt bleiben. Sie erlernen Reparatur- und Verkaufstätigkeiten unter der Anleitung von qualifizierten Fachkräften und der kontinuierlichen Betreuung einer Sozialpädagogin.

DSA Mag. Andreas Eichhorn, MBA, Leiter der Sozialabteilung des Landes Salzburg ergänzt: „Das Land Salzburg finanziert carlavelorep im Jahr 2018 mit 137.000 Euro. Das Projekt ist u.a. ein wichtiger Baustein in dem vom Land entwickelten Stufenmodell von niederschwelliger, tageweiser Beschäftigung bis hin zur Integration in den ersten Arbeitsmarkt. Die Erreichung bzw. Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit und somit die wirtschaftliche Unabhängigkeit von am Arbeitsmarkt benachteiligten Personen durch die Teilnahme an Beschäftigungsprojekten wie carlavelorep, ist ein wesentlicher Aspekt im Rahmen des Salzburger Mindestsicherungsgesetzes. Klares Ziel ist es, Menschen bei einer dauerhaften (Wieder-) Eingliederung in das Erwerbsleben zu unterstützen.“

Nachhaltigkeit wird bei carlavelorep groß geschrieben
Die neuen Räumlichkeiten von carlavelorep begeistern durch ihr einladendes und modernes Design. Fahrradteile werden zu praktischen Einrichtungselementen und alten Möbeln wird neues Leben eingehaucht. „Der neue Zusatz carla vor velorep verrät es schon. Im Projekt dreht sich alles um Nachhaltigkeit, Upcycling und Re-Use. Werte, die in allen carla Projekten der Caritas groß geschrieben werden“, erklärt Martin Huber, Caritas Bereichsleiter für Beschäftigung, Asyl und Integration. „So bekommen auch aussortierte Fahrräder bei uns eine neue Chance. Gebrauchte Fahrräder können jederzeit gerne abgegeben werden. Unser Team wartet und repariert die Gebrauchträder fachkundig. Danach werden sie im Shop zum Verkauf angeboten“.

Die Öffnungszeiten von carlavelorep sind Montag, Mittwoch und Freitag von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr, Dienstag und Samstag von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr und Donnerstag von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr.

Unterstützung durch großzügige Spender
Das neue, moderne Konzept von carlavelorep konnte nur dank der Unterstützung mehrerer Firmen umgesetzt werden. Die Caritas Salzburg bedankt sich bei: der Firma KainAudio, die mit 3.500 Euro beim Kauf einer Tonanlage unterstütz hat, bei Elektro Fuchsberger für die Kaffeemaschine im Kundenbereich und bei Blumen Neuhauser für die Begrünung des Innenbereiches.