Armut macht krank - Caritas hilft im Inland

Wer finanziell schlecht gestellt ist, zieht auch in gesundheitlichen Belangen den Kürzeren. Eine aktuelle Studie der Caritas Salzburg bestätigt das auch erstmals in klaren Zahlen für das Bundesland.

Rund 82.000 Menschen in Salzburg gelten als armuts- oder ausgrenzungsgefährdet. AlleinerzieherInnen, Menschen mit mehreren Kindern, mit Migrationsgrund, Arbeitslose, Wohnungslose und ältere Menschen sind besonders betroffen.

Zu dieser Gruppe zu gehören heißt häufig, die Wohnung nicht angemessen heizen zu können, sich nicht ausgewogen ernähren zu können und mit unvorhergesehenen Ausgaben in massive Probleme zu geraten. Eine kaputte Waschmaschine kann kaum ersetzt werden, auf Urlaub zu fahren ist einfach nicht drin.

Erstmals stellt die Studie der Caritas Salzburg (Robert Buggler) das Einkommen in ein klares Verhältnis zur Gesundheit.

 

Caritas Direktor Johannes Dines:

„Als Caritas unterstützen wir in unseren Sozialberatungsstellen in Salzburg und dem Tiroler Unterland jährlich 2.500 Menschen, die aufgrund finanzieller, sozialer oder gesundheitlicher Probleme Hilfe benötigen. So werden unter anderem auch Zuschüsse für Energiekosten oder für medizinische Bedarfe gewährleistet. Bildungsangebote und Gesundheitsprävention für Kinder sowie Caritas Projekte z.B. für arbeitslose oder wohnungslose Menschen wirken langfristig der Armut entgegen.“

 

Gemeinsam zum Lernerfolg

Nicht allen Eltern ist es aus eigener Kraft möglich, ihre Kinder ausreichend zu fördern. Die mittlerweile sechs Lerncafés im Bundesland Salzburg helfen, wenn kein Geld für Nachhilfe vorhanden ist. 15 Euro ermöglichen eine gesunde Jause für 20 Kinder.

Damit es wieder bergauf geht

In scheinbar aussichtslosen Situationen kann ein vertrauliches Gespräch und rasche Unterstützung eine große Last von den Schultern nehmen. Mit 30 Euro kann ein Soforthilfepaket mit Lebensmittel und Hygieneartikel abgegeben werden.

Gesund und selbstbewusst

Besonders für Familien mit Kindern ist ausgewogene Ernährung wichtig. Mit 50 Euro können gesunde Lebensmittel für eine fünfköpfige Familie für ein Wochenende gekauft werden.

Welttag der Armen

Im letzten Jahr hat Papst Franziskus den "Welttag der Armen" zum Aktionstag für mehr Mitmenschlichkeit und Hilfe in der Not erklärt. Am 18. November 2018 findet der Welttag der Armen zum zweiten Mal statt. Alle sind herzlich eingeladen, rund um diesen Tag, der auch als "Elisabethsonntag" bekannt ist, mit konkreten Aktionen das Leid unserer Mitmenschen zu lindern. Gerne können Sie ein Teil davon sein:

So können Sie helfen

Geldspenden: Geldspenden ermöglichen es kalte Wohnungen warm werden zu lassen, Obdachlosen ein Bett zu geben oder Menschen in schweren Zeiten mit einer Beratung zu helfen.

Lebensmittelspenden: Bei der Aktion „Gabenkorb“ werden in der ganzen Diözese haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel für Menschen in Not gesammelt. 

Zeitspenden: Zuwendung ist für einsame Menschen ebenso wichtig. In mehreren Caritas Einrichtungen können Freiwillige älteren Menschen ihre Zeit spenden. Aber auch ansonsten gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, sich mit Zeit für Menschen in Not einzusetzen.

Not im Inland: Bitte helfen Sie

Bitte unterstützen Sie uns, damit auch Menschen am Rande unserer Gesellschaft Zuwendung und Geborgenheit erfahren dürfen.