Libanon
Libanon
Auch viele Jahre nach dem Ende des Bürgerkriegs (1975-1990) ist die politische und wirtschaftliche Lage im Libanon prekär. Der arabische Kleinstaat ist noch weit davon entfernt, den Vorkriegsstatus einer "Schweiz des Orients" wieder zu erreichen. Dennoch suchen Monat für Monat Hunderte Menschen unterschiedlichster Nationalitäten (Sudan, Irak,…) hier Zuflucht - u.a. auch in der Hoffnung, vom Libanon aus in eines der traditionellen Einwanderungsländer (USA, Kanada & Australien) weiterreisen zu können. Aufgrund der immer restriktiver ausgelegten Asylbestimmungen einerseits und der nahezu gleich bleibenden Kontingente der Aufnahmeländer andererseits wird diese Hoffnung aber in den meisten Fällen enttäuscht. Das Heer der negativ beschiedenen Flüchtlinge wächst und mit ihm die Zahl der sozialen und wirtschaftlichen Probleme, zumal nur für die wenigsten eine Rückkehr in ihre Heimat in Frage kommt.
Während des Krieges mit Israel im Sommer 2006 galt es, eine Massenflucht der Zivilbevölkerung in sichere Regionen in und um Beirut zu bewältigen. Auch viele Projektpartner der Caritas Salzburg engagierten sich bei der Aufnahme dieser Flüchtlinge und wurden dabei im Rahmen der Caritas-Nothilfe unterstützt. Außerdem beteiligte sich die Caritas Salzburg auch an einer groß angelegten Evakuierungsaktion für afrikanische und asiatische Gastarbeiter aus dem Kriegsgebiet, die über Syrien in ihre jeweiligen Heimatländer repatriiert wurden.
Die Caritas Salzburg unterstützt darüber hinaus seit vielen Jahren eine ganze Reihe von Sozial-Einrichtungen wie Schulen, Waisenhäuser, Krankenhäuser und Behindertenzentren, die in den meisten Fällen von sozial engagierten Ordensgemeinschaften betrieben werden, aber natürlich allen Bedürftigen, gleich welcher religiöser Zugehörigkeit, offen stehen.

